Bern – Es ist der politische Paukenschlag, auf den die Schweizer Sexarbeits-Branche nicht vorbereitet war: Die Mitte-Frauen ziehen die Daumenschrauben an und planen eine Volksinitiative für ein nationales Prostitutionsgesetz. Das Ziel? Freier drastisch stärker in die Pflicht nehmen – und zwar mit knallharten Regeln!

350'000 Sexkäufer pro Jahr – jeder fünfte Mann! Die Zahlen sind brisant: In der Schweiz kaufen 350'000 Männer mindestens einmal pro Jahr Sex – das ist jeder fünfte erwachsene Mann! Um diese gigantische Nachfrage zu befriedigen, prostituieren sich bis zu 20'000 Personen, die meisten davon Frauen. Ein Millionen-Markt, der weitgehend im Dunkeln operiert.

Christina Bachmann-Roth, Präsidentin der Mitte-Frauen, bringt es auf den Punkt: «Nur wenige Menschen prostituieren sich freiwillig.» Die Realität hinter den Kulissen: Armut, Zwang, Gewalt, Menschenhandel. «Wir wollen uns für diese Frauen einsetzen», sagt Bachmann-Roth kämpferisch.

Die Knüppel für die Freier Was die Mitte-Politikerinnen jetzt fordern, hat es in sich – und wird die Sexkäufer kalt erwischen:

🔹 Kontrollpflicht: Freier müssen unter Strafandrohung Alter, Aufenthaltsbewilligung und Arbeitsbedingungen der Sexarbeiterin kontrollieren! 🔹 Meldepflicht: Verdacht auf Menschenhandel oder Zwang? Sofort der Polizei melden – sonst droht Strafe! 🔹 Zonenpflicht: Sex nur noch in definierten Strichzonen erlaubt – wer woanders kauft, wird bestraft! 🔹 Kondompflicht: Keine Ausnahmen mehr – wer sich nicht daran hält, muss zur Schulung antraben! 🔹 Schulungspflicht: Freier, die gegen die Regeln verstossen, werden zu obligatorischen Kursen verdonnert!

Bordelle unter Dauerkontrolle Auch die Etablissements bekommen den Mitte-Hammer zu spüren: Strengere Kontrollen, mehr Überwachung, härtere Auflagen. Die Zeiten, in denen Bordellbesitzer im rechtsfreien Raum agieren konnten, sollen vorbei sein.

Dazu kommen Ausstiegsprogramme für Prostituierte, staatlich finanzierte Hilfe für alle, die raus wollen – und Präventionsarbeit über die Gefahren der Sexarbeit.

Das «nordische Modell» als Vorbild – ohne Totalverbot Die Schweizer Mitte orientiert sich am nordischen Modell aus Schweden, Norwegen und Kanada – allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Kein totales Sexkaufverbot!

«Wir wollen einen Schweizer Weg beschreiten», betont Bachmann-Roth. «Den Sexkauf deutlich stärker regulieren, aber nicht ganz verbieten.» Bereits 2022 scheiterte ein komplettes Sexkaufverbot im Nationalrat – aus Angst, die Prostitution würde in die Illegalität abwandern und Frauen noch mehr gefährden.

Streit unter Frauen: «Retten» oder «Rechte stärken»? Doch die Debatte spaltet – und zwar heftig! Zwei Lager stehen sich unversöhnlich gegenüber:

👉 Lager 1 – «Rettet die Frauen!» Olivia Frei von der Frauenzentrale Zürich fordert ein totales Sexkaufverbot: «Wir sind heute weiter denn je in dieser Debatte. Die Gegnerinnen werden nervös – die Auseinandersetzung wird heftiger!»

👉 Lager 2 – «Sexarbeit ist Arbeit!» Rebecca Angelini von Procore kontert scharf: «Keine uns bekannte Sexarbeiterin spricht sich für ein Verbot aus! Ein Verbot beraubt diese Menschen ihrer Existenzgrundlage und ihres legalen Einkommens.»

Lelia Hunziker von der Fachstelle FIZ warnt: «Die Debatte wird medial einseitig aufgebauscht und skandalisiert. Nur der liberale Weg schützt die Sexarbeitenden wirklich.»

Sogar die SP ist gespalten Selbst innerhalb der SP gibt es Zoff: Eine aktuelle Resolution erklärt «Sexarbeit als Arbeit wie jede andere» – doch die Bündner Grossrätin Silvia Bisculm ist empört: «Ausgerechnet unsere Partei, die Frauenrechte hochhält, normalisiert Prostitution – dabei ist Sexkauf fast immer Ausbeutung und Zwang!»

Die Männer mischen mit Auch die Herren der Schöpfung steigen ins Ring: FDP-Ständerat Damian Müller findet die Lage «besorgniserregend» und fordert dringenden Handlungsbedarf. Die meisten Prostituierten seien Migrantinnen, die «Alkohol und Drogen konsumieren, um die Tätigkeit zu ertragen». «Das ist keine selbstbestimmte Arbeit!»

SP-Bundesrat Beat Jans hingegen ist skeptisch und will andere Wege gehen. Müller ist «schockiert»: «Ausgerechnet ein Sozialdemokrat verweigert sich bei diesem Thema der Arbeit!»

Volksinitiative kommt – Schweiz steht vor Grundsatzdebatte Die Mitte-Frauen haben ein Grundlagenpapier verabschiedet und bereiten verschiedene Vorstösse vor. Die Volksinitiative für ein nationales Prostitutionsgesetz wird konkret geprüft. Auch Frauen von GLP, EVP und SP sind engagiert – ein halbes Dutzend Vorstösse sind bereits lanciert.

Fazit: Die Schweiz steht vor einer Grundsatz-Debatte, die es in sich hat. 350'000 Sexkäufer, 20'000 Prostituierte, Menschenhandel, Gewalt – und jetzt die politische Kampfansage der Mitte. Der Showdown ist eröffnet!