Online & Plattformen
OnlyFans, Cam-Sites, eigene Webseite — was gilt in der Schweiz?
Fragen in diesem Bereich
Wie versteuere ich OnlyFans-Einkünfte in der Schweiz?
OnlyFans-Einnahmen sind steuerpflichtiges Erwerbseinkommen (Art. 18 DBG) — egal ob aus Hobby oder professionell. Auszahlungen erfolgen meist via SEPA oder Paxum, müssen vollständig deklariert werden. Bei Jahresumsatz > CHF 100'000 gilt MWST-Pflicht (8.1 %). OnlyFans selbst behält keine Schweizer Steuer ein. Empfehlung: ab CHF 20'000 Umsatz Treuhänder einschalten, monatliche Buchhaltung führen, alle Plattform-Auszahlungen dokumentieren.
Was muss ich auf meiner eigenen Webseite rechtlich beachten?
Pflichtangaben: vollständiges Impressum (Art. 322a StGB / Art. 3 UWG): Name, Adresse, Kontakt — auch bei Künstlernamen muss eine zustellfähige Adresse im Impressum stehen (kann Postfach oder Geschäftsadresse sein). Datenschutzerklärung gemäss revDSG (seit 2023 Pflicht). Cookie-Banner bei Tracking. Altersverifikation (mindestens Klick-Bestätigung) bei expliziten Inhalten. Bezahlinhalte (z.B. Preisliste) klar deklariert, AGB für Buchungen empfehlenswert.
Jemand verwendet meine Bilder für Fake-Profile — was kann ich tun?
Drei Rechtsschutz-Pfade: (1) Recht am eigenen Bild (Art. 28 ZGB) — Persönlichkeitsverletzung, Unterlassungsklage. (2) Urheberrecht (URG) — wenn du die Bilder selbst gemacht hast, hast du Urheberrechte. (3) revDSG — unrechtmässige Bearbeitung von Personendaten (Bild = Personendatum). Praktisch: Plattform-Meldung (DMCA-Notice), notfalls Anwalt (kostengünstige Erstberatung über Aspasie/Xenia/FIZ), bei Sextortion zusätzlich Polizei.
Weitere Themen
Recht & Bewilligungen
Bewilligungspflicht, Sperrgebiete, kantonale Unterschiede in der Schweiz.
Steuern & Sozialversicherung
Steuerpflicht, AHV-Anmeldung und Buchhaltung für Sexarbeitende.
Sicherheit & Schutz
Persönliche Sicherheit, Notfallnummern und Schutz vor Übergriffen.
Arbeitspraxis
Werbung, Preisgestaltung, Hausrecht und Umgang mit Kunden.
Diese Antworten sind allgemeine Informationen und ersetzen keine individuelle Rechtsberatung. Bei konkreten Fragen wende dich an eine Fachstelle (siehe Anlaufstellen) oder einen Anwalt.